Ausschnitte aus einer Arbeit von Doris Pfister, hier nur Auszüge betreffend jüdische Bürger aus Kriegshaber
StadtABu
Raittung 1663/64
1663 sind bei dem Erzfürstl. Landammanamt allhier drei Judenfälle - zwei von Buttenwiesen und einer von Kriegshaber
- durch den Landvogtknecht von Holtz angegeben und bezahlt worden; von
jedem gebührt der Stadt Burgau 1 fl, wegen eines dargegebenen
Stück Ackers; der Landamman hat dem Amtsbürgermeister 3 fl
gegeben
Seite 590
Archiv der Grafen von Rechberg, Donzdorf
1811-1813
Umfangreicher Akt, betr. den
Prozeß des Grafen Xaver von Rechberg gegen Isaak Neuburger,
Negotiant in München, wegen einer Wechselschuld; dabei u.a.:
Protokoll über die Zahlungsofferte des Abraham Uhlfelder, der
dadurch Schuldner und Selbstzahler wird; Heiratsvertrag zwischen Isaak Neuburger und seiner Braut Ella in Kriegshaber, vom jüdischen ins deutsche übersetzt und beglaubigt (1812); Isaak Neuburger erhält von seiner Mutter, der Witwe Veila, zwei Stände in der Synagoge zu Kriegshaber; Verzeichnis über den Vermögensstand des Isaac Neuburger, das u.a. ein in Kriegshaber verkauftes Haus nennt (8219 fl) (A 474.)
Seite 612
FÖSAH
1767
Baruch Wolf, Jude von Kriegshaber, erhält den Schutz in Oettingen
Seite 662
FÖSAH
1744-1806
Akt, betr. Nachlassgesuche der Juden zu Kleinerdlingen;
Zahlreiche Einzelgesuche, betr. u.a.:
Isaac Moyses (1744);
Moyses Holländer (1758);
Löw Monheimer (1759);
Meyr Levi (1759);
Seeligmann Abraham (1760);
Seeligmann Beer (1769);
Simon Isaac Neuburger (1773);
David Marx (1776);
Abraham Mayer (1785/86);
Joseph Koppel (1786);
Jakob Simon (1786, 1788);
Isaac Koppel (1790);
Noa David Kahn aus Kriegshaber (1798);
Elias Levi (1798);
David Löw (1799);
Güttel, Witwe des Isaac Koppel (1803);
Hänle Löw (1803);
die beiden Tochtermänner des David Samson (1806)
Seite 678
FÖSAH
1762-1807
ca. 60 Einzelakten, betr. Judenschutzerteilungen zu Kleinerdlingen;
Dabei u.a.:
Moyses Isaac (1762);
David Löw (1762);
David Simon (1767);
Hirsch Samuel Wallersteiner (1771);
Marx David Gundelfinger (1777);
den ältesten Sohn des Rabbiners und Schutzjuden Salomon Lämle (1778);
Löw Moises von Kriegshaber (1794);
Meyer Gedeon von Ichenhausen (1797);
Marx Hayum von Wallerstein (1798);
Emanuel Maier von Ederheim (1802);
Jakob Guggenheimer von Hürben (1802);
Lippmann Elias von Hainsfarth (1805)
Seite 680
FÖSAH
1844 (1845)
Akt, betr. die Klage der
fürstlichen Domänialkanzlei zu Oettingen gegen die
sogenannten kommenthurischen Schutzjuden Löw Baruch Kuhn,
Lederhändler, Marx Löw Gotthelf, Taglöhner, Hirsch
Hermann Gotthelf, Handelsmann, Emanuel Hirsch Regensteiner und Joseph
Koppel, Glasermeister, sämtlich zu Kleinerdlingen, wegen Bezahlung
des Herberggeldes; dabei: Herberggeld-Rückstand der Witwe des Lämlin Mai von Kleinerdlingen, nun Ehefrau des Moses Bachmann zu Kriegshaber (1845)
Seite 693
FÖWAH
1748-1760
Die in Oettingen-Oettingen und Oettingen-Wallerstein eingerichtete, und mit den churbayerischen Hoflieferanten Abraham Mändel und Cons. zu Kriegshaber verakkordierte Salz-Niederlage betr.
Seite 736
FÖWAH
1757
Schreiben des churbayerischen Hoffaktors Moyses Abraham Mändle zu Kriegshaber an das Oberamt Harburg, betr. einer Schuld
Seite 746
FÖWAH
1651 (-1802)
Akt, betr. Judenzoll; erwähnt u.a. Leibzoll des Juden Heyum Bachmann aus Kriegshaber (1796)
Seite 763
FÖWAH
1728
Schutzaufnahme des Hähnle Moyses, Jude von Kriegshaber, in den Schutz zu Mönchsdeggingen nach Bezahlung eines Konsensgeldes von 30 fl
Seite 771
FÖWAH
(1683), 1685-1743, (1766/68)
Akt, betr. Juden-Nachsteuer;
Enthält:
Mehrere Schreiben, betr. des
verstorbenen Schutz Juden Löw Neresheim zu Wallerstein und
"Theylungs Zettel" der Erben (1683); Bittgesuch des Abraham Levi, Jude zu Kriegshaber,
wegen der Nachsteuer seiner verwitweten Tochter zu Wallerstein betr.
(1743); Bittgesuch des Juden Hirsch Löw von Wallerstein betr.,
wegen Erlaß der Nachsteuer von seinem verbliebenen Vermögen
von 64 fl (1766/67); Bittgesuch des Juden Löw Moises von
Wallerstein betr., wegen Nachsteuerbefreiung seiner außer Landes
ziehenden Tochter Vermögen
(1767/68)
Seite 783
FÖWAH
1770-1801
Akt Landessachen, betr. u.a.: Baruch
Raphael zu Kleinerdlingen (1770); Simon Weil und Kons., SchutzJuden im
Oberamt Harburg und die Bezahlung der Profitsteuer vom Güterhandel
durch die Juden zu Kriegshaber (1801)
Seite 784
TirLAI
Pestarchiv Akten o.J. (17./18. Jahrhundert)
Designatio aller in der
reichsgefürsteten Markgrafschaft Burgau befindlichen Herren
Insassen (insg. 107) und die Summe der besitzenden Feuerstätten
(12.440); dabei u.a.:
Hochstift Augsburg: 41 Christen- und 12 Judenhäuser in Pfersee genannt.
Zwei Spezifikationen der (insg.36) burgauischen Insassen, die an der Demolierung des Judenhauses (zu Kriegshaber) teilhatten. Spezifikation derjenigen burgauischen Insassen, welche wegen dieses demolierten Judenhauses beklagt werden (X,89.)
Seite 845
TirLAI
Bekennen 1734-1737
1734
Schuldverschreibung von 15.000 fl an die gesamte schutzverwandte Judenschaft zu Kriegshaber in der Markgrafschaft Burgau (fol.94'-96'.)
Seite 848
TirLAI
JUSTIZAKTEN DER REGIERUNG:
Vorländische Prozeßakten
(ca.1550-1780) Enthält mehrere, Juden betr. Prozesse; u.a.: o.D.
Sieslin Jud zu Burgau, wider die Juden zu Günzburg (Nr.85.)
1733
Fiskus, wider den Juden Salomon Levi zu Kriegshaber (Nr.207.)
1724
Jakob Wassermann zu Kriegshaber, wider Elias Levi (Nr.208.)
1582
Bartlmä Sailer, wider den Juden Samuel zu Günzburg (Nr.526.)
Seite 848
TirLAI
Reihe G
1709 Januar 4
Oberösterreichische Hofkammer;
Karl Philipp, Pfalzgraf bei Rhein; Hormayerscher Rezess; betr. u.a.:
Judenschaft in der Markgrafschaft Burgau; das von Moises Günzburger käuflich erlangende herrschaftliche Haus zu Kriegshaber (Fasz.346.)
Seite 849
TirLAI
AUßERTIROLISCHE SONDERBESTÄNDE:
dabei u.a: Regierungsakten, Vorderösterreich (Burgau) (Fasz.15-18.)
1741-1767
Vier umfangreiche Fasz., Rentamtsrechnungen und andere
einschlägige Akten; enthält u.a.: Rentamts-Manuale mit den
vierteljährlichen Einnahmen und Ausgaben in der Markgrafschaft
Burgau; verzeichnet sind Judenzoll, Judenhaus- und Lebzeitgelder,
Judenschutzgelder, Judenbegräbnisgelder u.a.;
Im 4. Quartal 1754 zahlen z.B. an jüdischem Zoll: Kriegshaber 43 fl 30 kr;
Pfersee 10 fl; Fischach 9 fl; Steppach 8 fl; Schlipsheim 1 fl 45 kr;
Buttenwiesen 25 fl 45 kr; Binswangen 15 fl 30 kr; Ichenhausen 36 fl 30
kr, Hürben 12 fl 30 kr;
An jährlichem Zoll bezahlen ebenda: die Judengemeinde Illereichen
40 fl, die zu Fellheim 18 fl und der Hebräer Samuel Landauer von
Ellingen 8 fl; Für 1755 und 1759 zahlen die Juden z.B. an sogenannten Jägergeldern jeweils: in Kriegshaber 1661 fl 44 kr;
Pfersee 1325 fl 38 kr; Steppach 169 fl 53 kr; Fischach 255 fl 8 kr;
Ichenhausen 906 fl 5 kr; Buttenwiesen 505 fl 15 kr; Binswangen 342 fl
58 kr; Hürben 293 fl 19 kr; Schlipsheim 40 fl.
Die Haus- und Lebzeitgelder nennen die Anzahl der jüdischen Familien, mit jeweils 35 kr; z.B. 1760: Kriegshaber 60 1/2, Pfersee
22 1/2, Steppach 24 1/2, Fischach 42 1/2, Ichenhausen 155 1/2,
Hürben 44 1/2, Buttenwiesen 57 1/2, Binswangen 42 und Schlipsheim
2 1/2 Familien.
Seite 850
CAHJP
1. Matrikel = G/5
- Kriegshaber-Augsburg (G/5,
1755-1758) * 1863-1876 (G/5, 1755.) oo 1863-1874 (G/5, 1756.) +
1863-1875, 1865-1939. (G/5, 1757, 1758.)
Seite 854
CAHJP
- Allgemein: Schwäbische Orte (P-16/729/1-13)
über 500 Einzelblätter aus dem 16. bis 20. Jahrhundert, zum Teil in hebräisch, betr. die Orte: Binswangen, Burgau, Buttenwiesen, Dillingen, Donauwörth, Fellheim, Fischach,
Günzburg, Hürben (Krumbach), Kriegshaber (Augsburg),
Neuburg/Donau, Pfersee (Augsburg), Scheppach, Schlipsheim, Steppach und
Thannhausen; u.a. persönliche Notizen, Briefe, Postkarten,
Rechnungen, Programme, Bestellzettel, Zeitungsausschnitte, Prospekte;
ferner: vier kleine Schreibhefte (729/1-4.); "Notizen über die
jüdische Gemeinde Hürben, nunmehr Krumbach" (729/7.);
Aufzeichnungen von Louis Lamm, Berlin, über die Familien Bernhard
Ullmann in Pfersse, und über die Aktenstücke der
jüdischen Gemeinde in Buttenwiesen (729/9.); Kopien und
Abschriften verschiedener Dokumente (1600-1837) betr. schwäbischer
Judengemeinden sowie Neuburger Kreissachen
(729/13.)
Seite 869
CAHJP
- Oettingen
1718: hebräisches Schriftstück (3376.) 1544-1902: Sammlung Louis Lamm, betr. Juden in Kriegshaber (Augsburg), Pfersee
(Augsburg), Binswangen, Buttenwiesen, Augsburg, Schlipsheim,
Ichenhausen, Hürben (Krumbach), Burgau, Scheppach, Fischach,
Göggingen, Ulm, Dillingen, Neuburg/Donau, Pfaffenhausen und
Donauwörth (Inv 729.)
Seite 872
GENERALLANDESARCHIV KARLSRUHE
HANDSCHRIFTEN (= ABT.65):
HANDSCHRIFT 65/141
1731
Judenfriedhof
Kriegshaber (Prozeßakten). "Vollständiger Extract auß
der ... Klag und Replic ... 1731"; Streit um ein in der Markgrafschaft
Burgau 1722 erbautes, durch Verordnung des engeren Ausschusses der
Landschaft zerstörtes, 1724 auf kaiserlichen Befehl wieder
erbautes Judenhaus mit Judenfriedhof nahe Kriegshaber bei Augsburg (Bl.
I-223. 208-223 eingerissen, Textverluste, restauriert.)
dabei:
1724
2
Kupferstiche, Grundrisse (Westen oben) von Simon Gigl, Statt- und
geschworner Feldmesser ... Matthaeus Seutter (1678-1757) sculpsit
Augustae Vindelicorum, Aug. 1724: III'-IV Viehweide Uneybrach oder
Unebere zwischen den abgebildeten Orten Kriegshaber, Stadtbergen,
Pfersee und Oberhausen 33,5x41, eingeknickt, etwa 1:10.000, Legende
A-AA; V'-VI Altes und neues Judenbegräbnis zwischen Stadtbergen
und Kriegshaber, 25,5x35,5, etwa 1:300, Legende A-F (Regest: M. Klein,
Die Handschriften 65/1-1200 im Generallandesarchiv Karlsruhe, 1987,
S.62f.)
Seite 882
StadtA KF
1743 Juli 12 - 1743 Oktober 19
betr. die Ermordung des Juden
Bernhard Gunz von Günzburg (vermutlich Obergünzburg);
Verhaftung eines Verdächtigen, eines gewissen Schaller, durch das
benachbarte
(Bischof) Augsburg; Klage der
Kaufbeurer Bader auf Ersatz der Einbalsamierungskosten gegen Joh. Jakob
Mayr, der für diese Kosten Bürgschaft geleistet habe; Mayr
werde innerhalb von acht Tagen zu den Juden nach Kriegshaber reisen, um zu erfahren, ob sie bezahlen wollten oder nicht
(Bl.150. 155. 194. 215.)
Seite 887
StadtA KF
1743
Am 12. Juli ist ein Jud von Kriegshaber, namens Bernhard Gunz,
von einigen Straßenräubern, als er die Germaringer Steig -
heut zu Tag von ebenerwähntem Vorfall her die Judenhalde
genannt - hinauf geritten, mit zwei Bleikugeln am Morgen früh um 5
Uhr erschoßen und seinem Körper in einem Busch der Kopf
abgeschnitten worden. Er wurde seines Geldes und seiner Perlen
beraubt, die man auf beinahe 4000 fl schätzte. Von den Tätern
wurde nichts entdeckt; der Tote wurde hinter dem Gottesacker bei
St. Sebastian außerhalb der Mauer begraben. Dieser Actus
Jurisdictionis wurde vom Hochstift Augsburg als ein großer
Eingriff in dessen Jurisdiction angesehen; der hiesige 5.
Geheime, Johann Elias Merz wurde dafür in Buchloe in
Personalarrest gehalten, was eine Klage des hiesigen Magistrats beim
Reichshofgericht zur Folge hatte (Bd.3, S.111-113.
Seite 890
SCHLOSSARCHIV KRONBURG
1775 April 29 Freiburg
Kaiserin Maria Theresia belehnt
Johann Eustach, Frhr. von Westernach, mit Gütern, ungeachtet eines
Prozesses, in welchen dieser verwickelt ist, wegen der vor 50 Jahren erfolgten Demolierung des Judenwachhauses und Judenfriedhofes zu Kriegshaber bei Augsburg
(U 645. - Regest: KroUB 645.)
Seite 915
SCHLOSSARCHIV KRONBURG
AKTEN:
1724-1774
Demolierung des Judenhauses und -totenackers zu Kriegshaber bei Augsburg
(A 71.)
Seite 915
STADTARCHIV MEMMINGEN
A 170/5
1737-1741
Prozeß von Georg Walter von Ebertz, Handelsmann in Memmingen,
gegen Joseph Lazarus Neuburger, Schutzjude zu Kriegshaber
Seite 947
BayHStA
1822-1826
Die jüdischen Handelsleute in Augsburg-Kriegshaber
(Nr.5173.)
Seite 1007
BayHStA
- Kriegshaber-Augsburg
* 1863-1876. oo 1863-1874. + 1863-1875. Friedhofsregister 1865-1939.
(Nr.49.)
Seite 1018
BAYERISCHE STAATSBIBLIOTHEK MÜNCHEN, HANDSCHRIFTENABTEILUNG
1811/12
Oberdonaukreis; genannt: im
Polizeikommissariat Neuburg 6 Juden; im Landgericht Göggingen 563
Juden: davon 36 in Schlipsheim, 243 in Kriegshaber, 181 in Steppach und 103 in Pfersee;
im Landgericht Günzburg (in
Ichenhausen) 869 Juden; im Landgericht Nördlingen 346 Juden: davon
111 in Ederheim und 235 in Kleinerdlingen;
im Landgericht Wertingen 679 Juden: davon 327 in Binswangen und 352 in Buttenwiesen;
im Landgericht Zusmarshausen (in Fischach) 219 Juden;
in der Justizkanzlei
Oettingen-Spielberg 1160 Juden: davon 331 in Oettingen, 473 in
Hainsfarth, 162 in Steinhart und 194 in Mönchsroth;
im Untergericht Harburg 568 Juden: davon 342 in Harburg und 226 in Mönchsdeggingen;
im Untergericht Wallerstein (in Wallerstein) 296 Juden;
im Bezirk der Stadt Augsburg 102 Juden
(Bd.9.)
Seite 1030
BayStB, Hss.-Abt.
1809/10
Lechkreis; genannt:
im Landgericht Göggingen 650 Juden: davon 104 in Schlipsheim, 295 in Kriegshaber, 169 in Steppach und 82 in Pfersee;
im Landgericht Ursberg (in Hürben) 421 Juden;
im Landgericht Zusmarshausen (in Fischach) 218 Juden
(Bd.10.)
Seite 1031
BayStB, Hss.-Abt.
GÖGGINGEN
Beschreibung des Physikatsbezirkes Göggingen durch den Gerichtsarzt Dr. Immel, 1861:
"Die
Bevölkerung vertheilt sich in zwei große Bezirke, den oberen
südlichen und unteren nördlichen, wobei die Ulmer
Fahrstraße die Scheidelinie bildet. Auf dieser Linie
liegen die Orte Oberhausen, Kriegshaber und Steppach und hier ist
es, wo sich die Israeliten angesiedelt haben, um den Handel von der
Hochstraße her auf die ehemalige Römerstraße im
Westen der Hauptstadt und außerhalb derselben über Pfersee
und sofort rechts nach Schlipsheim, gerade aus nach Ulm und links nach
Krumbach zu vermitteln, denn nur in Pfersee, Kriegshaber, Steppach und
Schlipsheim sind Juden, welche in neuerer Zeit immer mehr den
großen Städten zueilen. So sind in Schlipsheim allein 4
Matrikel frei ..." "Die Familienzahl ist 4694, welche bis auf 23
protestantische, 3 Wiedertäufer- und 131 Juden-Familien,
sämtlich katholisch sind ..."
"Wirthe, wo
deren nicht wie in Oberhausen zu viele sind, Krämer und
Schnittwarenhändler, welch' letztere meist Juden sind, machen nach
den Fabrikanten,... die besten Geschäfte"
(Nr.53, fol.38'-39, 55-55'. - Druck: Pötzl, Urgroßeltern.)
Seite 1032
StadtA Neu
B VI 104-2/2
1839-1862
Grundbesitz-Veränderungsbuch von Steppach; betr. mehrere Juden, u.a.: Zwei Verkäufe des Salomon Oberdorfer von Kriegshaber (1839);
Isack Landauer von Steppach verkauft das Haus Nr.48a um 400 fl
(1840); Süßmann Silbermann kauft das Haus Nr.53 von Heinrich
Kohn in Augsburg um 3000 fl (1851); Babette Silbermann verkauft den
Teil einer Wiese um 12 fl an den Pferdehändler Israel Neuburger
(1859); Moses Hirschbaum verkauft das Haus Nr.47 um 1500 fl an die
israelitische Gemeinde (1860); Samuel Lämle beerbt Johanna
Levi (1860); der Metzgermeister Joseph Hirschmann übergibt Haus
Nr.12 für 1200 fl an seinen Sohn Leopold Hirschmann (1862)
Seite 1051
StadtA Neu
F VI 4.4
Vier Fotos von Judengräbern in Kriegshaber;
Seite 1052
LEO BAECK INSTITUTE ARCHIVES, NEW YORK
BINSWANGEN:
Bavaria; Jewish Community (1709-1936)
Liste der jüdischen Gemeinden,
Artikel, Liste der Juden in fränkischen Städten und
Schutzbriefe (1709-1736); Anweisungen für jüdische Lehrer
(1828); Kopie einer Eingabe an die bayer. Regierung gegen die
jüdische Reform-Synode in Augsburg, 1871; Regierungsvorschriften
während der nationalsozialistischen Herrschaft;
handgeschriebene Geschichte (ca. 1912); Kopie des bayer. Edikts
vom 10. Juni 1813, betr. der Annahme jüdischer Familiennamen; Besprechung des Buches: "Die jüdischen Friedhöfe in Kriegshaber, Buttenwiesen und Binswangen" von Louis Lamm; Zeitungsausschnitte; (aus dem Staatsarchiv Würzburg.)
Seite 1061
KRIEGSHABER (-AUGSBURG):
Bavaria; Jewish Community
(Siehe bei: Binswangen.)
Kriegshaber; Jewish Community (o.D.)
Zeitungsausschnitte, die jüdische Gemeinde in Kriegshaber betreffend; Photos vom jüdischen Friedhof.
Seite 1065
StadtANö
Schriftstücke, betr. die Juden in Nördlingen, Wallerstein, Oettingen, Kleinerdlingen, Pflaumloch, Harburg, Binswangen, Oberdorf, Kriegshaber, Fürth, Ichenhausen, Mönchsdeggingen und Monheim
Seite 1089
STADTARCHIV SCHWABMÜNCHEN
1823 Oktober 11
Circulare des könig.
Landgerichts Schwabmünchen, daß folgende Juden in
diesseitigem Gerichtsbezirk Handel treiben dürfen: Samuel Löbschütz von Kriegshaber
und Mathias Lämle von Pfersee, beide mit langen und kurzen Waren
und alten Kleidern, sowie Israel Landauer von Pfersee und Moises
Lämle von Steppach, beide mit Ellenwaren und alten Kleidern.
Circulare mit den Namen der
Hausier-Juden aus dem Landgericht Zusmarshausen: Samuel und Herz
Lämle, Jakob Bach, Naphtali Götzel, Isaak und Salomon Deller,
Nathan Meier, Jakob Mändle u.a.
Seite 1110
StadtASMü
1827 Juni 8
Circulare des königl.
Landgerichts, daß binnen acht Tagen anzuzeigen ist, welche Juden
in der Gemeinde Hausierhandel treiben, mit welchen Artikeln sie
handeln, wann sie die Handlungspatente erhalten haben u.a.; Zusatz
unten: Samuel
Löbschütz von Kriegshaber, Handelsjud mit langen und kurzen
Waren und alten Kleidern; gültiges Hausierpatent
von 1827
1827 Juni 18
Schreiben an das Landgericht Schwabmünchen, den Hausierhandel der Juden betr.;
Beilage: Samuel Löbschütz von Kriegshaber, Mathias Lämle von Pfersee, Moises Hirschbaum und Moises Lämle von Steppach. Alle vier Hausierhandelsjuden aus dem Landgericht Göggingen haben die Bewilligung erhalten, im Landgericht Schwabmünchen mit langen und kurzen Waren und alten Kleidern zu handeln
Seite 1111
StadtASMü
Akt 821
Gewerbechronik von Glogger (1934). Verschiedenes; dabei:
1823 Oktober 11
Das Landgericht nannte die Namen der Juden, die im diesseitigen Gerichtsbezirk Handel treiben dürfen: Samuel Löbschütz von Kriegshaber
und Mathias Lämle von Pfersee mit langen und kurzen Waren und
alten Kleidern, ferner Israel Landauer von Pfersee und Moises
Lämle von Steppach mit Ellenwaren und alten Kleidern
Seite 1112
HStASt
1722-1723
Baron von Rehling zu Hainhofen gegen Salomon Uhlmann, Jude zu Kriegshaber, wegen Schuldforderung
(B 58 Bü 165.)
Seite 1135
HStASt
1761
Sara Neuburgerr Witwe des Moyses Levi Neuburgerr Jude zu Kriegshaber (Augsburg), gegen Franz Josef Baron von Freyberg auf Hohenraunau (Raunau) wegen Schuldforderung
(B 58 Bü 549.)
1765
Die Witwe des Handelsmannes Auracher
zu Memmingen gegen den Grafen von Waldburg zu Waldsee, wegen einer an
Auracher gelangten Obligation des Grafen gegenüber dem Schutzjuden Simon Uhlmann zu Kriegshaber (Augsburg)
(B 58 Bü 559.)
Seite 1137
StadtA Ulm
BESTAND H KEIL:
Lebrecht, Julie geborene Götz, verwitwet: geb. am 12.5.1845 (oder 2.5.1845) in Kriegshaber; wohnhaft in Ulm, Langestraße 27; gest. am 18.1.1934 in Ulm.
Seite 1166
HHStA Wien
REICHSAKTEN:
Reichsakten in specie
1767
Reichsritterschaft an der Donau: betr. die Demolierung des Judenhauses zu Kriegshaber (nun: Stadt Augsburg)
(Kart.39, fol.1-126. - AS: Fasz.427. - UBHHStA, S.78.)
Seite 1176
HHStA Wien ÖSTERREICHISCHE AKTEN, VORDERÖSTERREICH:
Weiß 513/6
18. Jahrhundert
Die Markgrafschaft Burgau (OA Günzburg) bezieht Judenschutzgelder aus:
Binswangen (54 jüdische Familien), Buttenwiesen (89 jüdische Familien), Fischach (28 jüdische Familien), Kriegshaber und Steppach (69 jüdische Familien), Pfersee (19 jüdische Familien) und Schlipsheim und Schlipsheim (8 jüdische Familien)
(fol.15-19'.)
Seite 1177
Quelle: Dokumentation zur Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben I/2. Archivführer (Burgau - Ziertheim, Privatsammlungen)
Bearbeitet von Doris Pfister Herausgegeben von Peter Fassl Bezirk Schwaben Augsburg 1993
Änderungstand: 19-Dez-2006 21:45
Heinz Wember