Das Burgauer Feuerstattguldenregister
von 1492
Unter
632/916 Burgermeister
und Rhatgeben der Stadt Augspurg haben dise nachgeschriben
Fewrstäten,
so inen und den iren Phlegschaft und Burgkrecht halb verwandt,
zuegehörig
und in der Marggraveschaft Burgaw gelegen sind:
632/680 Item das Spital
zum Hailigen
Gaist zu Augspurg:
632 ...
....
655 Item
zu Krieghabern
4 feuerstett. (Seite 112)
....
895/896 Geörg Grander
[zu Augspurg]
895 ...
896 Item
zu Kriegshabern
1 feuerstatt. (Seite 120)
Das
komplette Feuerstattguldenregister, in denen zum Teil auch die
Eigennamen
der Lehensträger genannt sind
Hintergrund
des Feuerstattguldenregisters
war die Einlösung der an Herzog Georg dem Reichen von
Bayern-Landshut
(seit 1486) verpfändeten Markgrafschaft Burgau im Jahre 1492
durch
König Maximilian. (57. 1492 II 3. Bay HStA Abt. I,
Mediatisierte
Fürsten, Vorderösterreich u. Burgau Lit. 17, 388-395
(Auszug).
König Maximilian bestätigt und verleiht den
Prälaten, dem
Adel, den Städten und Gerichten in der Markgrafschaft Burgau
für
eine bewilligte >>Steuer<< besondere
Freiheiten. in: Karl Bosl (Hg),
Dokumente zur Geschichte von Staat und Gesellschaft in Bayern, Abt.
II,4:
Schwaben von 1268-1803, München 1979). Jeder Inhaber einer
Feuerstätte
musste einen Gulden zahlen, unabhängig von der Anzahl der
Personen,
die in diesem Haus wohnte. Dieses Geld diente zur Ablösung der
Pfandschaft,
insgesamt 8597 1/2 Gulden. "Sum[m]a deß
feuerstatguldin wie
vorsteet 8597 1/2 fl." S. 124
Zur
Geschichte von (Augsburg-)Kriegshaber
Quelle: Gerhart
Nebinger und Norbert
Schuster, Das Burgauer
Feuerstattguldenregister, in: Das
obere Schwaben, Vom Illertal zum Mindeltal, Festgabe Paul Auer, Heft 7
1963 S. 77 bis 124.
Heinz
Wember
Änderungsstand: 07-Okt-2009